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Homöopathie Teil 1

Mit freundlicher Genehmigung des Dareschta-Verlags:

“Hom√∂opathie - eine Irrlehre?

von Wolfgang H. Hopff und Hans Binder ...

Zusammenfassung

Auch wir sind uns bewu√üt, da√ü es praktisch nicht m√∂glich ist, gl√§ubig√ľberzeugte Vertreter irgendwelcher parawissenschaftlicher Richtungen mit tats√§chlichen, reproduzierbaren Befunden und mit Logik zu √ľberzeugen. Unser Anliegen ist es deshalb lediglich, jenen Kollegen/Kolleginnen und interessierten Laien, die sich durch die Behauptung der Paramediziner verunsichert f√ľhlen, Argumente und Fakten gegen die meist t√∂richten Behauptungen an die Hand zu geben.

Die Hom√∂opathie, die in unterschiedliche Hom√∂opathien aufgespalten ist, hat keine empirisch und theoretisch gesicherte Grundlage. Sie beruht vielmehr auf Voraussetzungen (Prinzipien), die ausschlie√ülich "naturphilosophischen", okkulten Vorstellungen aus einer vorwissenschaftlichen √Ąra entspringen.

Bei diesen S√§ulen der Hom√∂opathie handelt es sich 1. um die Simile-Regel mit der unhaltbaren und auch arztethisch bedenklichen Arzneimittelpr√ľfung am Gesunden und 2. um die angebliche Potenzierung bzw. "Energetisierung" durch schrittweises Verd√ľnnen und Versch√ľtteln - wobei manche Hom√∂opathen genaue Vorschriften befolgen.

Die Simile-Regel beruht auf falschen Annahmen und die hom√∂opathischen Arzneimnittelpr√ľfungen am Gesunden beruhen auf falschem Paradigma und fehlerhaften und nicht abgesicherten Beobachtungen. Die hom√∂opathische Potenzierung gr√ľndet ebenfalls auf falschen Annahmen, die zu phantastischen Widerspr√ľchen f√ľhren. Einziger "Beweis" der Hom√∂opathen wie aller Paramediziner f√ľr die Wirksamkeit ihrer jeweiligen (Be)handlungen ist, da√ü diese gelegentlich eine Besserung der subjektiven Befindlichkelt, manchmal auch des objektiven Befunds und sogar "Heilungen" nach sich ziehen k√∂nnen. Die unkritische Verkn√ľpfung dieses "Erfolgs" mit der jeweiligen (Be)handlung entspringt undiszipliniertem, magischem Denken.

Es ist eine Tatsache, da√ü hom√∂opathische (Be)handlungsweisen weltweit von Laien und √Ąrzten durchgef√ľhrt werden - nach Angaben hom√∂opathischer √Ąrzte in der Bundesrepublik Deutschland von etwa 6000 √Ąrzten. Hinzu kommen noch mindestens ebenso viele Laien als praktizierende "Heiler" ("Heilpraktiker", Kurpfuscher...) und eine schwer abzusch√§tzende Zahl von "do-it-yourself" -Patienten.

Hom√∂opathie, Akupunktur, Frischzelltherapie und auch alle anderen unspezifischen Therapiebem√ľhungen k√∂nnen gelegentlich einer Besserung oder Heilung vorausgehen. Aber bewirken sie sie auch? Immer treten Besserungen in Befinden und Heilung bevorzugt dann ein, wenn Arzt und Patient fest an die angewandte Methode glauben. √úber den Begriff "Heilung" kann es bereits zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Von den unspezifischen Heilungen profitieren selbstverst√§ndlich auch die sogenannten "Schulmediziner".

Die Bezeichnung "Mediziner der Schule" wurde vom Begr√ľnder der Hom√∂opathie, Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755- 1843), im abwertenden Sinne gebraucht; er hat damit die Allopathen (All√∂opathen) seiner Zeit mit ihren historisch bedingten, oft sehr sch√§digenden Therapieversuchen von den ihnen entgegenzusetzenden Hom√∂opathen abgegrenzt. Obwohl sich - inzwischen zwei Jahrhunderte sp√§ter - Hand in Hand mit der fortschreitenden naturwissenschaftlichen und psychologisch-psychiatrischen Forschung eine wissenschaftlich orientierte und kontrollierte Medizin entwickelt hat und weiterentwickelt, werden von Vertretern der Paramedizin bzw. Au√üenseiterverfahren die Ausdr√ľcke "Schulmedizin" und "Schulmediziner" in abwertendem Sinne beibehalten. Es wird der Eindruck erweckt, als k√∂nne es eine (vorwissenschaftliche!) Alternative zu der in wissenschaftlichen Forschungslaboratorien und Universit√§tskliniken sich entwickelnden und entsprechend an den Universit√§ten gelehrten Medizin geben.

Von Hahnemanns Publikationen wird meist die "Bibel der Hom√∂opathen" zitiert, n√§mlich das "Organon der Heilkunst" (1810, neueste Auflage 1982). √úber Hahnemann sind viele B√ľcher geschrieben worden (statt weiterer s. Ritter 1982). Die Namen Hom√∂opathie und Hahnemann werden oft sogar synonym gebraucht. Wir wollen jedoch die Pers√∂nlichkeit Hahnemanns als Arzt und die Hom√∂opathie als heilkundliche Lehre streng voneinander trennen. Hahnemanns anerkennenswerte Leistungen sind heute in der "Schulmedizin" integriert: N√§mlich die Erhebung der Krankengeschichte und die Monotherapie. Hahnemann forderte damals seine Kollegen auf, jeden Patienten als wissenschaftliches Problem zu betrachten und alle Beobachtungen an ihm, die Anamnese, Diagnose und die Therapie gewissenhaft aufzuzeichnen. Auch forderte er streng die Monotherapie: Denn w√ľrde man einen Patienten mit mehreren Substanzen behandeln, so Hahnemann richtig, k√∂nne man nicht mehr sagen, welche Substanz gewirkt habe. Wieviele seiner heutigen J√ľnger befolgen diese mahnenden Ratschl√§ge Ihres gro√üen Meisters? Aber auch er hielt z. B. eine Pflanze f√ľr e i n e Substanz.

Hahnemanns eigentliche Heilkundelehre - die Hom√∂opathie fand von Anfang an Kritiker, sowohl unter den Professoren der Sorbonne (Hahnemann betrieb seit 1835 in Paris eine international bekannte Praxis), als auch an anderen Hochschulen und unter den frei praktizierenden √Ąrzten (Martini et al. 1939; Prokop/Prokop 1957; Prokop 1964; Prokop/Wimmer 1987; Prokop et al. 1990; Oepen 1985; Koelbing 1985; Ackerknecht 1989). Ohne Pr√§judiz f√ľr eine gr√∂√üere Kompetenz der wissenschaftlichen Forschungsinstitute, Universit√§tskliniken und Hochschullehrer m√ľssen wir feststellen, da√ü die Bef√ľrworter der Hom√∂opathie fast ausschlie√ülich unter den Allgemein√§rzten zu finden sind. Von ihnen werden als Beweis f√ľr die Wirkung der hom√∂opathischen (Be)handlungen jeweils die Besserungen im Befinden und die "Heilungen" gewertet. Ohne weitere √úberlegung wird dem Leitsatz gefolgt: "Wer heilt, hat recht." H√§tten jedoch alle √Ąrzte seit Hippokrates nach diesem Grundsatz gehandelt und sich keine Gedanken √ľber die Wirkungsweisen gemacht, so st√ľnden wir heute noch mit unserem Wissen ganz am Anfang.

Die Anh√§nger der Hom√∂opathle behaupten gerne, sie seien "Erfahrungsmediziner" und aufgrund ihrer Erfahrung k√∂nnten sie beurteilen, da√ü und warum die hom√∂opathischen Pr√§parate wirksam seien (statt vieler s . Gebhardt 1980). Was jedoch lediglich bewiesen werden kann, ist die bereits erw√§hnte Tatsache, da√ü auch unspezifische therapeutische Ma√ünahmen Besserungen und sogar Heilungen im Gefolge haben k√∂nnen. Alles medizinische Wissen und K√∂nnen und alle modernen Therapieverfahren beruhen auf Erfahrungen. Nur hat die wissenschaftlich orientierte Medizin immer fundierte Kritik gesucht - und erst dank ihres wissenschaftlichen Methodenstandards, der auf Widerlegung angelegten Tests, der Folgerichtigkeit aller Schl√ľsse und der fortw√§hrenden Feuerproben ihren Siegeszug angetreten. So lassen sich die Therapieerfolge der wissenschaftlich orientierten Medizin - im Gegensatz zu denen der Paramedizin - im Sinne einer kontrollierten Erfahrung reproduzieren (Ernst 1989).

Auf der anderen Seite scheuen viele "hom√∂opathischen √Ąrzte" jegliche Kritik. Im Gegenzug versuchen sie, die Person des Kritikers zu verunglimpfen oder pers√∂nlich zu beleidigen (s. statt vieler Briggen 1986; Wiesmann 1986; Br√ľhwiler in: Hopff 1990; Schramm 1992) ohne jedoch auf die eigentliche Kritik einzugehen, die ja nicht nur aus der Feder des Kritikers, sondern aus der Perspektive der gesamten wissenschaftlich orientierten Medizin stammt. ...

Wie wir noch sehen werden, gibt es seit Hahnemann keine einheitliche Hom√∂opathie mehr, sondern viele Arten der Hom√∂opathie. Widersprechen ihre Lehrmeinungen gesichertem naturwissenschaftlichen Wissen? Stehen sie im Einklang mit rationalen philosophischen √úberlegungen und mit der Logik? Sind sie in sich widerspruchsfrei? Sind die Therapieerfolge gr√∂√üer als bei anderen Au√üenseiter- und Placebo-Verfahren und mit denen der wissenschaftlichen Medizin (einschlie√ülich Psychotherapie) vergleichbar? Ist wenigstens ein Teil der von Hom√∂opathen vorgetragenen Erkl√§rungen f√ľr die Behandlungsweise und "Erfolge" realistisch?

Die Hom√∂opathie gr√ľndet auf zwei Prinzipien, mit denen sie steht und f√§llt.
Weiter mit Simile-Prinzip

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